| | | | | | | | | | | | | Weitere ausführliche Informationen zur Geschichte: 50 Jahre Seestauung - Altgraun, ein Dorf verschwindet
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Eine eindrucksvolle Viehschau Um nicht zahlen zu müssen, hielten die Montecatini hartnäckig der Meinung fest, der oberste Vinschgau sei eine ertragsarme und unfruchtbare Gegend, in der es sich nicht zu leben lohne. Den bei den ersten Parlamentswahlen im Jahre 1948 gewählten Südtiroler Abgeordneten, besonders Friedl Volgger, ist es zu verdanken, daß der damalige Landwirtschaftsminister und spätere Präsident der Republik, Antonio Segni, nach Graun kam und in den "Mösern" eine einmalige und eindrucksvolle Viehschau besuchte. Darüber berichtet Volgger in seinem Buch "Mit Südtirol am Scheideweg": Dort bot sich Segni ein unvergeßliches Bild, ein Bild, von dem er später immer und immer wieder sprach. Die ganze Ebene, welche dann unter Wasser gesetzt wurde, wimmelte nur so von Vieh, Kühen, Jungvieh und Pferden. Buchstäblich, soweit das Auge reichte, nichts als Rinder, Rinder und nochmals Rinder. Dem Ministerpräsidenten standen Tränen in den Augen. Er könne diese Entwicklung nicht hindern, aber er werde dafür sorgen, daß die Bauern mindestens richtig entschädigt würden" (Seite 182f). Segni hielt den Montecatini-Herren eine ordentliche "Standesunterweisung; es kam zu einer Vereinbarung zwischen der Montecatini und den Vertretern der Bevölkerung. Eine paritätische Kommission mußte alte Liegenschaften neu bewerten. |