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Die wohl umfangreichste Online-Sammlung an Bildmaterial von der Zerstörung
Graun & Reschens
Weitere ausführliche Informationen zur Geschichte:
50 Jahre Seestauung - Altgraun, ein Dorf verschwindet

Die Schweizer "Hilfe"

Daß die Gesellschaft Montecatini gleich nach dem Krieg mit solcher Eile und Hartnäckigkeit dieses Stauprojekt vorantrieb, hatte einen besonderen Grund, der in die Schweiz führt.

Im schweizerischen Rheinwald sollte ein E-Werk gebaut werden, welches das Dorf Splügen und einen Teil von Mendels überflutet hätte. Die Rheinwalder wehrten sich aber dagegen und der Bundesrat erteilte keine Konzession. Darauf wandte sich die schweizerische Gesellschaft "Elektro-Watt" an den Konzern Montecatini, um sich am Reschenstauwerk zu beteiligen. Man schloß am 30.08.47 einen Vertrag: Elektrowatt bot der Montecatini 30 Millionen Schweizer Franken als Darlehen an; dafür mußte die Montecatini zehn Jahre hindurch 120 Millionen kWh Winterenergie in die Schweiz liefern.

Die Schweizer 'Hilfe'
"Elektro-Watt" bot der "Montecatini" 30 Millionen Schweizer Franken als Darlehen an
Der Schweizer Verband für Heimatschutz war es, der 1949 diesen ganzen Skandal aufdeckte und darüber in der Verbandszeitschrift berichtete. Dort heißt es: "Mit dem Schweizer Geld steht der gute Name unseres Landes auf dem Spiel".

Was in Reschen geschieht steht in so krassem Gegensatz zu den Grundsätzen, die sich beim schweizerischen Kraftbauwerk im Laufe der Jahre entwickelt haben. Diese Veröffentlichung schlug beim Schweizer Volk, das davon nichts gewußt hatte, wie eine Bombe ein. Es war aber leider zu spät und der Lauf der Dinge konnte nicht mehr gestoppt werden. Und für die Grauner Delegation, die mit dem Landeshauptmann von Tirol nach Zürich fuhr, hatte "Elektro-Watt" nur leere Versprechungen übrig.

  
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